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Das Opfer-Gestalter-Modell geht auf den Amerikaner Stephen R. Covey zurück. Es besagt, dass alle Ereignisse die um uns herum geschehen in zwei Bereiche zu unterscheiden sind:

  • den Betroffenheitsbereich
  • den Einflussbereich

Betroffenheitsbereich

In diesen Bereich fallen alle Ereignisse die uns direkt betreffen, aber nicht von uns beeinflusst werden können. Beispiele dafür sind die steigenden Benzinpreise oder das schlechte Wetter.

Einflussbereich

Der Einflussbereich beinhaltet alle Verhaltensformen, die wir selbst vornehmen können.  Und zwar indem wir selbst handeln, andere zum Handeln bewegen oder eine Handlung bewusst unterlassen. Beispiele dafür sind das Auto auch mal stehen lassen, wenn die Benzinpreise steigen oder warme Kleidung bei kaltem Wetter anziehen.

Verknüpft man jetzt diese Bereiche mit Verhaltens- und Wahrnehmungsprozessen so erhält man zwei unterschiedliche Handlungsprinzipien: das Opferprinzip und das Gestalterprinzip. Diese Prinzipien nehmen starken Einfluss auf das Verhalten von Mitarbeitern und Vorgesetzten in Konfliktsituationen, Veränderungssituationen aber auch auf die alltäglichen Arbeitsabläufe.

Opferprinzip

Beim Opferprinzip nehmen wir verstärkt die Situationen wahr, die wir nicht ändern können. Unsere eigenen Handlungsräume nehmen wir vermindert wahr. Wir folgen unseren eigenen Handlungsimpulse weniger und unsere Passivität steigt. Beispielsätze für das Opferprinzip sind:

  • Andere haben entschieden, nun muss ich es ausbaden.
  • Da kann ich ja sowieso nichts machen.
  • Da wird sich nie etwas ändern, das brauchen wir erst gar nicht zu versuchen.

Gestalterprinzip

Im Gestalterprinzip konzentrieren wir unsere Wahrnehmung und unser Verhalten auf die Bereiche, die wir beeinflussen können. Dadurch entstehen Handlungsimpulse, die es uns ermöglichen auf die sich verändernde Umwelt zu reagieren und einzuwirken.

Laut Covey führt das zu einem sich selbst verstärkenden Prozess. Je mehr wir uns auf den eigenen Einflussbereich fokussieren, desto aktiver und pro-aktiver gestalten wir unsere Umwelt und desto stärker entwickelt sich auch unser tatsächlicher Einflussbereich.

Nach Covey finden sich bei den Menschen, die dem Gestalterprinzip folgen, folgende drei Handlungsschritte:

  • Love it: Der Mitarbeiter befürwortet die Arbeit für die Abteilung oder das Unternehmen grundsätzlich.
  • Change it: Wird der Mitarbeiter an der Erfüllung seiner Aufgaben durch Vorgesetzte oder Kollegen behindert, versucht er das innerhalb seines Einflussbereiches durch Gespräche, verändertes Verhalten oder Einbindung Dritter zu verbessern.
  • Leave it: Gelingt dem Mitarbeiter diese Verbesserung nicht langfristig, ist er bereit die Abteilung oder das Unternehmen wieder zu verlassen.

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